Ja, wir sind in einer aktuellen Ausnahmesituation und es gilt die richtigen Botschaften und Rezepte zu entwickeln.

Es handelt sich nicht um eine regionale, nationale oder europäische Herausforderung. Sondern um eine globale Herausforderung.

• Die Tourismusbranche ist tief verunsichert und weiß nicht genau, wie die kommende Zeit sich entwickeln wird.

• Selbstverständlich ist die Angst da, in Bezug auf Nachfrage, Auslastung, Löhne, Zukunft, usw. Angst ist aber auch ein schlechter Lebensberater.

Und als SKV ist uns bewusst, dass die Zeit mit Corona und nach Corona, viele Neuerungen und Herausforderungen für Südtirol mit sich bringen wird.

• Führungskräfte, Entscheider, Verantwortungsträger müssen jetzt als Vorbilder voran gehen. Zuversicht aufzeigen und mögliche Lösungen diskutieren.

• 'Sehnsüchte - Bereits jetzt ist absehbar, dass sich eine ungemeine Sehnsucht aufbaut, wann man wieder ein Restaurant, ein Hotel, ein Café besuchen darf.

• Das Thema Hygiene insgesamt, wird für die Zeit mit und nach Corona ungemein wichtig und bedeutsam

Wir sind tief davon überzeugt, dass:

• Auf die vorher angesprochene Sehnsucht müssen wir vorbereitet sein. Wir müssen unseren Gästen hier die richtigen Antworten liefern.

• Südtirol jetzt die richtigen Visionen und Konzepte liefern muss. Angst und lamentieren wird uns nicht weiter bringen.

• Wir müssen unser Kreativ- und Innovationspotential aufrufen und uns bereits jetzt mit der Zukunft auseinander setzen.

• Wir dürfen nicht primär Probleme und Frust kommunizieren, sondern positive Aufbruch Situationen auslösen. Wenn dies auch nicht immer einfach ist!

• Entscheidend wird sein, dass wir eine Aufbruch Situation auslösen. Ja, dass die SüdtirolerInnen nicht in die Passivität fallen, sondern bereits jetzt aktiv an den neuen Herausforderungen arbeiten

• Der Faktor Hygiene (persönlich, Betrieb und Arbeitsweise), Sauberkeit allgemein, neue Hygiene Konzepte werden sehr gefragt sein. Hier werden wir mit vollkommen neuen Gästeansprüchen konfrontiert sein.

• Wie geht man mit Büffets z.B. beim Frühstück, am Nachmittag aber auch am Abend, beim Salatbüffet um. Wir organisiert man hier die Gästeabläufe?

Veranstaltungen
• Wir hatten ein großartiges Jahresprogramm mit ganz vielen High Lights.
• Wann wir hier wieder beginnen können, hängt von den staatlichen und internationalen Entwicklungen ab.
• Wir sind aber auf jeden Fall startklar und gehen mit viel Zuversicht in die weitere Zukunft

Wir sind überzeugt, dass Südtirol, die Südtiroler Küche, die Südtiroler Köchinnen und Köche sowie die Gastronomen das notwendige Kreativ-, Innovations- und Kämpferpotential besitzen, um mit diesen Herausforderungen richtig umzugehen.

Und unser Wunsch ist es, dass wir in dieser Sondersituation ungemein viel lernen und gestärkt und mit viel kreativer Kraft und tollen Innovationen hervor gehen. Denn jede Herausforderung, biete in sich auch ganz eigenen Chancen.

Wir rufen alle auf, dass wir uns auf die ganz typischen Südtiroler Stärken und Potentiale berufen und auch in dieser Situation, den Blick nach vorne richten. NIcht ausschließlich auf die Gegenwart, sondern die Zukunft mit ihre Chancen. Halten wir zusammen und bündeln wir die Kräfte.

Für das Präsidium, den Landesvorstand, die Geschäftsleitung des Südtiroler Köcheverbandes

Reinhard Steger
Präsident

Lieferservice - Quo vadis Südtirol

Der Bewegungsradius von uns allen ist äußerst eingeschränkt. Gleichzeitig darf niemand ins Restaurant und auch die Hotels sind zu. Lieferservice ist das Gebot der Stunde – so könnte man meinen.

Wenn in die eine Richtung nichts geht, dann schauen wir uns an, wie wir zum Gast kommen. Ansporn zu diesem Beitrag ist ein Bericht auf Rai Suedtirol über Anna Matschers Dienst für ihre Gäste.

Dieser Text beleuchtet die Gastro- und Gourmetszene in Südtirol und das Thema Lieferservice. Informationen darüber suchen wir uns am besten im WorldWideWeb. Dort wo auch unsere Gäste diese suchen würden. Zum Beispiel indem sie Begriffe oder Fragen nach Lieferdienst für Gäste eingeben.

Schauen wir uns an, was sich hier aus Kundensicht in unserem Land tut und wie sich die Angebote im Netz darstellen. Es genügt „Lieferservice-Südtirol“ einzugeben um über 100.000 Ergebnisse angezeigt zu bekommen. (Hier ein Artikel wie man richtig sucht Tipps für Suchmaschinen). Auf die Frage „wer liefert Essen in Südtirol“ gibt es bei ecosia.org auch noch über 20.000 Suchergebnisse.

Was gefunden wird, lässt sich grob in 3 Kategorien einteilen:

  • Infos zu Lieferservices

  • Portale mit einer Auswahl von Anbietern

  • und die Anbieter selbst

 

Infos zum Lieferservice

Allgemeine Infos zu Lieferservices können wir bei verschiedenen Nachrichten und Newsseiten, Verbänden oder Institutionen erfahren. Als Dienst am Kunden werden die Verbraucher über Möglichkeiten und Adressen informiert. Vermehrt bieten diese Seiten ihren Lesern auch die Möglichkeit, den eigenen Lieferservice zu publizieren bzw. zu bewerben. Hier den richtigen Lieferservice mit dem geeigneten Menü zu finden, ist eher Glückssache und nicht wirklich zielführend. Im Folgenden einige Beispiele:

Stol.it,

Salto.bz

generation-h.net

hds-bz.it

commercianti.bz.it

aber auch

provinz.bz.it

 

Portale mit einer Auswahl von Anbietern

Mehr Erfolg ist einem da schon bei den neu aufgetauchten Portalen gewiss. Dabei ist überraschend, dass die „alten“ Portale hier zwar versuchen auf den Zug aufzuspringen, es aber nur begrenzt schaffen.

Neu und mit frischem Elan zeigt die Webseite von

suedtirolliefert.com

wie es geht.

Für den eigenen Wohnort findet man meist eine kleine Auswahl von Anbietern, die das Essen nach Hause liefern. Über alle Produktkategorien hinweg mag die Anzahl der Angebote zwar groß erscheinen - aber für den Gastronomiebereich sind diese sicher noch ausbaufähig.  Weitere Portale, auf denen man evt. ein Angebot für den Mittagstisch findet, sehen Sie hier:

jetztliefern.it

bringz.com (noch auf Eisacktaler Raum beschränkt)

bringmos.com (Pustertaler Raum beschränkt)

mangioacasa.bz.it (nur Bozen und Umgebung)

 

Bekannte - „alte“ - Portale (solche, die sich ihren Rang in Google schon einige Jahre lang erkämpft haben) tun sich noch schwer die „Corona-Nachfrage“ kundenorientiert auszurichten. Hier sind nur kleine Anpassungen in Bezug auf den Lieferservice gemacht worden. Jedenfalls ist nicht auf einen Blick zu erkennen, welcher der Anbieter überhaupt geöffnet hat. Vielleicht ändert sich das in den nächsten Wochen.

Restaurant.st

kleinanzeigen-suedtirol.com/suedtirol-lieferservice/

suedtirolerland.it

looptown.com/de/suedtirol/lieferservice

 

Nicht vergessen sollte man bekannten internationalen Platzhirsche, welche auch einen für Südtirol spezifischen Lieferdienst anbieten. Aber auch hier ist noch viel Verbesserungsbedarf vorhanden.

tripadvisor.de

deliveroo.it

 

Direkt – Anbieter

Direktanbieter gibt es mittlerweile genug. Hier genügt es, eine ordentliche Internetsuche zu lancieren und die Ergebnisse kommen zuhauf. Dabei gilt zu klären, ob wir Zutaten für unser Menü brauchen oder das Menü selbst bestellen wollen.

Die Lieferanten der Zutaten haben sich schnell auf die geänderte Situation eingestellt. Auch weil bei einigen dieser Großanbieter das Liefern schon zum Tagesgeschäft dazu gehörte. Einzig die Zielgruppe hat sich geändert. Vom Hotel oder Endverkäufer hin zum Endverbraucher. Geändert hat sich auch die Abnahmemenge. Verständlich, dass ein Haushalt weniger Joghurt oder Brot abnimmt als ein Hotel.

Eine Lösung hierfür zeigt Gebhard Seppi auf. Er liefert eine Notration für 10 Tage. Also doch eine größere Menge, als für den kleinen Haushalt üblich. Damit wird auch der Lieferservice für Großhändler rentabler.

Andere Anbieter haben einfach ihren schon bestehenden Lieferservice ausgebaut oder eben diesen Service mit ins Angebot genommen. Für Senioren oder Quarantäne-Geplagte ist dieser Service oft auch kostenlos.  Beispiele hierfür:

Pur Südtirol

Despar (individuelle Anbieter eher über Facebook – Beispiel hier)

mpreis.at (für bestimmte Bezirke)

 

Auf die vielen Restaurants und Kochstuben, die auch nach Hause liefern, können wir nicht im Einzelnen eingehen. Soviel allerdings noch vor Schluss:

Viele haben vielleicht nicht die Möglichkeit, die eigene Webseite mal schnell zu überarbeiten oder neu aufzustellen. Was aber durchaus möglich ist, das zeigt sich, wenn man die sozialen Netzwerke aktiv nutzt, um damit die Bewerbung des eigenen Restaurants oder Lieferdienstes zu bewerkstelligen.

Schnell ein paar Fotos geknipst, verbunden mit der Telefonnummer oder dem Kontakt, in Facebook und Instagram gepostet – schon wissen viele Freunde und Bekannte Bescheid. Grundprinzip dieser Marketingaktion ist allerdings die Konstanz. So schnell, wie man im Bewusstsein der Kunden auftaucht, so schnell ist man auch wieder verschwunden. Daher gilt „steter Tropfen höhlt den Stein“, um immer wieder präsent zu sein und Vertrauen aufzubauen.

So hat zum Beispiel das Restaurant Samyr nicht viel an der Webseite verändert, aber in Facebook sehen wir, was sie täglich machen.

Erwähnt werden sollte auch, dass die offline Welt nicht ganz vergessen werden darf. Die Pizzeria-Restaurant Mare e Monti (La Stüa) macht in den Straßen Brixen mit einem besonders kreativen Ausliefer-Gefährt – der Ape Calessino – auf sich aufmerksam. Alte und neue Kunden danken es Eveline und Giuliano.

So machen es nun viele, wie die eingangs erwähnte Chef de Cousine Anna Matscher. Mit viel Kreativität und Einsatz meistern sie die Krise und überstehen diese Situation mit Bravour.

Lassen Sie uns wissen, was Sie unternehmen. Was sind Ihre nächsten Schritte. Wo benötigen Sie Hilfe…