STATUTEN

DES SÜDTIROLER KÖCHEVERBANDES. BENENNUNG, SITZ, DAUER

Art. 1

Die Vereinigung trägt die Benennung „Südtiroler Köcheverband“. Verbandssitz ist Meran (*). Die Dauer ist unbestimmt.

 

ZWECK

Art. 2

Der Verband hat den Zweck, die fachlichen Interessen der Köchinnen und Köche wahrzunehmen, sowie den Kochberuf und die Kochkunst zu fördern. Erwerbszwecke werden nicht verfolgt. Die im Verband zusammengeschlossenen Kolleginnen und Kollegen wollen sich gegenseitig in jeder möglichen Art und Weise unterstützen. Den Zweck sucht der Verband zu erreichen durch: Kontakte zu öffentlichen und privaten Institutionen, die mit dem Kochberuf direkt und indirekt im Zusammenhang stehen. Abhaltung von Fachkursen, Seminaren, praktischen Vorführungen und Vorträgen, Organisationen von Kochkunstausstellungen und Kochwettbewerben, Veröffentlichung einer Verbandsrundschrift mit fachlichen und verbandsinternen Beiträgen sowie mit weiteren Maßnahmen, die der Kollegialität, der Ausbildung, der fachlichen und beruflichen Besserstellung förderlich sind.

 

MITGLIEDSCHAFT UND BEITRITT

Art. 3

(a) Ordentliche Mitglieder können Angehörige des Kochberufes

mit abgeschlossener oder laufender Ausbildung werden.

(b) außerordentliche Mitglieder ohne Stimmrecht können

Unternehmen oder Unternehmer werden, die

gemeinsame Interessen mit dem Südtiroler

Köcheverband haben.

(c) Die Ehrenmitgliedschaft wird durch Vorstandsbeschluß an Persönlichkeiten verliehen, die sich um den Kochberuf oder um den Südtiroler Köcheverband besonders verdient gemacht haben. Die Ehrenmitglieder genießen alle Rechte der ordentlichen Mitglieder.

 

RECHTE UND PFLICHTEN DER MITGLIEDER

Art. 4

(a) Rechte: Die Mitglieder haben nach Erfüllung der Mitglieds-

pflichten das Recht auf Teilnahme an allen Veranstaltungen

und Einrichtungen des Verbandes. Die Mitglieder können sich mit allen, den Beruf betreffenden Fragen und Problemen an den Verband um Unterstützung wenden.

(b) Pflichten: Die Mitglieder sind verpflichtet den Zweck des Verbandes zu fördern und die Interessen des Berufsstandes zu wahren. Sie haben, die vom Vorstand beschlossenen, Jahresmitgliedsbeiträge pünktlich zu entrichten.

 

AUSTRITT

Art. 5

Der Austritt aus dem Verband ist nur zum Schluß des Geschäftsjahres und nur infolge einer schriftlichen Kündigung mit mindestens dreimonatiger Frist und nach Erfüllung aller finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Verband

zulässig.

 

AUSSCHLUSS

Art. 6

Wer seinen Verpflichtungen dem Verband gegenüber nicht nachkommt, den Interessen oder dem Ansehen des Verbandes Schaden zufügt, kann mit Vorstandsbeschluß bei einfacher Mehrheit vom Verband ausgeschlossen werden. Gegen einen solchen Vorstandsbeschluß kann sich der Betroffene innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Beschlusses an die nächstfolgende Generalversammlung mit Berufungsantrag wenden; die Generalversammlung entscheidet mit einfacher Mehrheit.

 

VERMÖGEN

Art. 7

Das Vermögen des Verbandes besteht aus den Jahresbeiträgen, aus Spenden und aus sonstigen Beiträgen und Zuwendungen.

 

GESCHÄFTSJAHR

Art. 8

Das Geschäftsjahr beginnt mit 1. Jänner und endet am 31. Dezember eines jeden Jahres. Am Schluss des Geschäftsjahres ist die Bilanz zu entrichten. Sie muss mindestens einen Monat vor der Generalversammlung mit allen Beilagen vom Vorstand den Revisoren vorgelegt werden, die sie überprüfen und bei der Generalversammlung darüber berichten.

 

Einstimmiger Beschluss der Generalversammlung vom 21.11.2015

 

ORGANE

Art. 9

Die Organe des Verbandes sind (a) die Generalversammlung, (b) der Vorstand, (c) die Fachausschüsse, (d) die Rechnungsrevisoren, (e) der Präsident.

 

GENERALVERSAMMLUNG

Art. 10

Die ordentliche Generalversammlung findet einmal im Jahr statt. Außerordentliche Generalversammlungen finden statt, wenn sie der Vorstand für erforderlich hält, oder wenn ein Viertel der Mitglieder die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung schriftlich beim Präsidenten beantragt. Die Einladung zu den Generalversammlungen erfolgt schriftlich durch den Präsidenten mindestens 14 Tage vor Abhaltung mit Bekanntgabe des Ortes, der Zeit und der Tagesordnung.

Die Ausübung der Rechte der Mitglieder ist an die

fortlaufende Einzahlung der Jahresbeiträge bis zum jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr gebunden. Die Mitglieder

können sich im Falle der Verhinderung mit schriftlicher Delegierung vertreten lassen. Die Beschlüsse der Generalversammlung werden mit einfacher Mehrheit gefaßt. Dies gilt nicht für Satzungsänderungen, für welche eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist, und ebenfalls nicht für

die Auflösung des Verbandes, wofür eine Dreiviertelmehrheit erforderlich ist. Sowohl die ordentliche als auch die

außerordentliche Generalversammlung ist in zweiter Einberufung bei jeder Präsenzzahl beschlußfähig.

 

VORSTAND

Art. 11

Der Vorstand besteht aus je einem gewählten Vertreter der Mitglieder der Bezirke, in welche der Verband geographisch gegliedert ist. Diese sind: (a) Vinschgau, (b) Meran-

Burggrafenamt, (c) Bozen, (d) Unterland-Überetsch,

(e) Schlern, (f) Eisacktal, (g) Wipptal, (h) Pustertal.

Der Vorstand wird auf vier Jahre gewählt; die Wiederwahl ist zulässig. Die Aufgaben des Vorstandes sind: (a) Erstellung der Geschäftsordnung und der Tätigkeitsprogramme, sowie Bestellung der Geschäftsführung, (b) Durchführung der Beschlüsse der Generalversammlung, (c) Aufnahme und Ausschlüsse in, bzw. aus dem Verband, (d) Festlegung der Mitgliedsbeiträge, (e) alle finanziellen Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Tätigkeitsprogramm und der Geschäftsordnung, (f) Vorlage des Jahresberichtes,

(g) Anbahnung und Ausbau von Beziehungen zu anderen öffentlichen und privaten Stellen, die für die Verbandsarbeit notwendig oder nützlich sind, (h) Einberufung der Generalversammlung, (i) Ernennung des Verbandskassiers,

(j) Ernennung der Ausschüsse, (k) Beilegung interner Meinungsverschiedenheiten, sowie alle Angelegenheiten,

wofür kein anderes Organ zuständig ist.

 

DER PRÄSIDENT

Art. 12

Der Präsident wird aus dem Vorstand vom Vorstand selbst auf die Dauer von vier Jahren gewählt und ist wieder wählbar.

Der Präsident vertritt den Verband nach innen und außen; er führt den Vorsitz über die Generalversammlung und die Vorstandssitzungen, beruft dieselben ein, leitet den Verband nach den Beschlüssen der genannten Organe, überwacht die Geschäftsführung, sowie die Einhaltung der Satzungen und der Geschäftsordnung. Im Falle der Verhinderung vertritt ihn der Vizepräsident mit allen Rechten und Pflichten.

 

AUSSCHÜSSE

Art. 13

Arbeitsausschüsse bestehen aus freiwillig mitarbeitenden

Mitgliedern und eventuell auch außenstehenden Beratern. Sie werden nach Bedarf vom Vorstand bestellt und übernehmen spezifische Aufgabengebiete zur Bearbeitung, deren Ergebnisse dem Vorstand zur Begutachtung und Beschlußfassung vorgelegt werden. Jeder Ausschuß hat einen Vorsitzenden der Vorstandsmitglied sein muß.

 

REVISOREN

Art. 14

Die Revisoren werden aus der Generalversammlung gewählt. Das Revisorenkomitee besteht aus zwei ordentlichen Mitgliedern und einem Ersatzmitglied. Dem Revisorenkomitee obliegt (a) die ziffernmäßige Überprüfung der Buchführung und der Belege, (b) die Überprüfung der Jahresabrechnung, (c) die Erstellung des Revisorenberichtes für die Generalversammlung.

 

AUFLÖSUNG

Art. 15

Die Auflösung des Verbandes kann nur nach vollständiger Erfüllung seiner Verbindlichkeiten von der außerordentlichen Generalversammlung beschlossen werden, wofür eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist. Über eventuell verbliebenes Vermögen entscheidet ebenfalls die Zweidrittelmehrheit.

 

VERSCHIEDENES

Art. 16

Bezüglich der in diesem Statut nicht vorgesehenen Einzelheiten wird auf die geltenden Gesetze verwiesen.

 

 

DIESE STATUTEN

wurden vom amtierenden Vorstand anläßlich der außerordentlichen Generalversammlung am 27.2.1988 im Waltherhaus in Bozen vorgelegt und vor dem Notar Dr. Gianguido Isotti, von derselben beschlossen.

(*) Der Verbandssitz wurde durch Beschluß der ordentlichen Generalversammlung in Bozen am 30.11.1991 von Bozen nach Meran verlegt.